Was genau passiert im Familienstellen?
Eine Person erklärt kurz, worum sich ihr Problem dreht. Menschen,
die sich vielleicht zum ersten mal sehen werden stellvertretend
für andere Personen (z.B. Mutter, Vater des Klienten) "aufgestellt".
Diese empfinden absolut treffend, was in der Person vorgeht, für
die sie stehen.
Wer dies zum ersten mal erlebt, kann kaum glauben, wie stark
und körperlich fühlbar die Gefühle (von denen sie ja "nichts
wissen können") sind.
Es wird klar, woher das Problem stammt und die Lösung hat bereits begonnen. Auch wird uns sehr viel über die Zusammenhänge des Lebens klar.
Durch Worte, Gesten und Veränderung der Positionen der "Stellvertreter"
erfolgt oft überraschend einfach die Lösung von Problemen, die den
Klienten vielleicht schon Jahre verfolgt haben. Ergänzt werden diese klassischen Elemente durch Methoden aus EFT und NLP.
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Themen aufstellen?
Problemstellungen kommen nicht nur aus dem Familiensystem. Der
Mensch wird auch von anderen Faktoren beeinflusst und bringt
darüber hinaus auf der Seelenebene etwas mit in dieses Leben
(Eltern, die mehr als ein Kind haben, können dies bestätigen: jedes
ihrer Kinder hat eine ganz eigene Persönlichkeit).
So können nicht nur Personen sondern auch Themen wie Ängste,
das Unterbewusstsein, Geld, ein Ort, eine Firma usw. aufgestellt
werden. Wir alle kennen die innere Zerrissenheit, ein Teil von
uns will den einen Weg gehen, ein anderer Teil von uns einen anderen.
Jeder Mensch hat / besteht aus vielen dieser Anteile - auch diese können
aufgestellt werden.
Methode
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Gefühle nicht nur auf der
Gesprächs- und Gestenebene verändert werden können sondern auch
über das Einbringen der "Energie" dieses Gefühls und anderen
Methoden. Daher wende ich nicht mehr die reine ursprüngliche
Form des Familienstellens an sondern gehe darüber hinaus.
Im Gegensatz zu der Aufstellungsart streng nach Hellinger wird
keine Aufstellung ohne Erfolg abgebrochen. Es kann immer
zumindest eine Teillösung erzielt werden.
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Erklärung
Ich bin Bert Hellinger für seine Verdienste um die Bekanntmachng und spezifische Weiterentwicklung des Famileinstellens dankbar. Jedoch halte ich es für notwendig, eine klare Abgrenzung der Arbeit von Lebensentfaltung zu der Arbeit Bert Hellingers zu ziehen. Ich unterstütze die Potsdamer Erklärung zu dieser Thematik: Potsdamer Erklärung der Systemischen Gesellschaft zur Aufstellungsabeit
Es ist in meinen Augen elementar wichtig, die verschiedenartigkeit der Weltbilder der Menschen und Familiensysteme zu respektieren, genauso auch die Freiwilligkeit und Würde von Klienten in jeder Situation zu wahren. In meiner Aufstellungs-Erfahrungswelt ist dies nicht nur ethisch notwendig sondern nur diese Haltung kann überhaupt zu nachhaltigen und ganzheitlichen Lösungen führen.
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